• Tipp 1: Beleuchtung

    Wenn die Sehkraft nachlässt, ist es sinnvoll alle Räume im Haus oder der Wohnung hell und blendfrei auszuleuchten. Dadurch wird die Orientierung erhöht und gleichzeitig die Verletzungs- und Sturzgefahr gemindert.

    Viel Komfort und auch Sicherheit bietet in diesem Zusammenhang eine Beleuchtung, die an Bewegungsmelder gekoppelt ist, so muss das Licht nicht immer ein und ausgeschaltet werden.

    Alternativ dazu gibt es auch die Möglichkeit in der Wohnung Orientierungslichter mit Bewegungssensoren und Batteriebetrieb anzubringen, um sich auch nachts sicher in der Wohnung bewegen zu können.

    Damit zum Beispiel Hindernisse rechtzeitig erkannt werden, sollte auch der Bereich vor der Wohnungstür gut beleuchtet sein.



    Weitere Hinweise oder eine persönliche und individuelle Beratung erhalten Sie kostenlos, neutral und unverbindlich durch die Wohnberatung des Landkreises.

    Kontaktvereinbarungen über den Kreisseniorenrat Heidenheim unter Tel. Nr. 07323/5372

     

     

  • Tipp 2: Zugang und Eingangsbereich

    Für mehr Sicherheit im Eingangsbereich kann ein Türspion und eine gute Beleuchtung vor der Wohnungstür sorgen. Eine Zutrittssperre an der Eingangstür, die vor ungebetenen Besuchern schützt, sollte leicht bedienbar und im Notfall auch von außen zu öffnen sein.
    Wichtig ist, den Türöffner und die Gegensprechanlage in der Wohnung in komfortabler Greifhöhe anzubringen.
    Eine Wohnungstür mit einer Mindestbreite von 90 cm erleichtert den Wohnungszugang mit Gehhilfe oder Rollstuhl. Durch das Anbringen eines 2. Handlaufes kann das Überwinden von Stufen im Zugangsbereich verbessert werden. Gut wäre ein schwellenfreier Zugang zur Wohnung, der auch nachträglich mit einer Rampe verbessert werden kann.

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  • Tipp 3: Badezimmer und WC

    Als erste Maßnahme in Bad und WC kann es schon erheblich helfen, wenn neben dem WC und in der Badewanne oder Dusche ein Haltegriff angebracht wird.
    Rutschhemmende Fliesen bieten hohe Sicherheit auch im feuchten Zustand (z.B. Fliesen mit hohem Fugenanteil).
    Komfortabel kann es auch sein, die Sitzhöhe und –tiefe der Toilette zu verändern (Sitzhöhe 46-50 cm und Tiefe 55 cm).
    Die Badezimmertür sollte nach außen aufgehen und auch von außen zu entriegeln sein um im Notfall Helfern den Zutritt zu ermöglichen.
    Eine schwellenlos begehbare Dusche und eine Einhand-Mischarmatur mit Temperaturbegrenzung ermöglichen auch Personen mit eingeschränkter Mobilität ohne fremde Hilfe das Bad selbstständig zu benutzen.
    Durch das Entfernen der Möblierung des Badezimmers kann die Bewegungsfläche erhöht werden.
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    Die Wohnberatung wird unterstützt aus Mitteln der gesetzlichen Pflegeversicherung!

  • Tipp 4: Küche

    Um eine möglichst selbständige Haushaltsführung bis ins hohe Alter beibehalten zu können, sollte dieser Bereich individuell angepasst werden.
    Dabei erleichtert die Einrichtung eines Sitzarbeitsplatzes das Arbeiten. Die Bedienelemente sollten deshalb in Greifhöhe angebracht werden. Die optimale Arbeitsflächenhöhe richtet sich nach der individuellen Größe des Nutzers.
    Die Stuhlhöhe sollte ebenfalls darauf abgestimmt sein. Dies ist der Fall, wenn im Sitzen die Unterarme flach auf dem Tisch liegen, ohne dass die Schultern hochgezogen werden.
    Höhenverstellbare Unterschränke und Arbeitsplatten lassen sich individuell auf die Bedürfnisse und Anforderungen des Nutzers einstellen. Zusätzlich lässt sich die Arbeitshöhe der entsprechenden Tätigkeit (im Sitzen oder Stehen) anpassen.
    Für Rollstuhlfahrer sollte der Arbeitsbereich unterfahrbar sein. Bei Bedarf kann durch Entfernen eines Unterschrankes Beinfreiheit unter der Küchenarbeitsplatte geschaffen werden.
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  • Tipp 5: Schlafzimmer – Das Bett

    Das Schlafzimmer sollte gut möbliert und für optimale Pflegebedingungen ausgestattet sein, da es in vielen Fällen zum „Lebensmittelpunkt“ werden kann.
    Deshalb sollte hier eine Raumgröße von 14 qm bei einer Raumbreite von mindestens 3 m gegeben sein.
    Empfehlenswert ist, wenn das Bett von drei Seiten zugänglich ist um den Zugang für Unterstützungspersonen zu gewähren. Dabei sollte das Bett in angenehm empfundener Höhe angepasst sein.
    Die Matratze in Sitzhöhe von ca. 50 cm erleichtert das Aufstehen und Hinlegen.
    Individuelle Betterhöhungen sollten fachgerecht von einem Schreiner angepasst werden wobei Erhöhungsblöcke für das Bett auch im Fachhandel erhältlich sind.
    Außerdem verhindern abgerundete Ecken Verletzungen.
    Es sollten auch unbedingt sogenannte „Stolperfallen“ wie Läufer und frei liegende Kabel beseitigt werden um mehr Sicherheit bei eingeschränkter Bewegung zu gewährleisten.

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  • Tipp 6: Der Wohnungsflur

    Tipp 6: Der Wohnungsflur


    Um den Durchgangsbereich der Wohnung angenehm gestalten zu können, sollte dieser Bereich schwellenfrei sein. Dabei ist eine Breite von mindestens 120 cm essenziell, um sich komfortabel und sicher bewegen zu können.
    Schiebetüren verschwinden in oder vor der Wand und schaffen somit mehr Bewegungs- aber auch Stellfläche.
    Garderobenschränke sind meistens hoch und deshalb schwer zugänglich. Durch Auszugskleiderstangen oder einen Kleiderlift kann die gesamte Schrankhöhe genutzt werden und ist ohne eine Leiter erreichbar. Außerdem ermöglichen einfach nachrüstbare Schrankinnenraumleuchten zusätzlich eine bessere Übersicht über den Inhalt der Schränke
    Ein rutschfester, strapazierfähiger und pflegeleichter Boden verhindert Haushaltsunfälle. Doch auch bei gutem Bodenbelag kann es zu einer Rutschgefahr kommen, wenn lose Teppiche, Läufer, Fußmatten, lose Kabel oder Blumentöpfe den Weg einschränken.

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  • Tipp 7: Das Wohnzimmer

    Tipp 7: Das Wohnzimmer

    Das Wohnzimmer soll zur Entspannung und Ruhe dienen. Um die Aussicht nach draußen genießen zu können, sind bodentiefe Fenster und ein bequemer Sessel ratsam. In bequemer Reichweite sollte eine große Ablagefläche für das Telefon, Bücher, usw. aufgestellt werden.
    Die Fläche des Zimmers sollte mindestens 14 qm bei einer Raumbreite von mindestens 3 m betragen.
    Strom-, Telefon- und Fernsehanschlüsse sollten an mehreren Stellen des Wohnzimmers vorhanden sein. Praktisch hierbei sind Schalter und Steckdosen in Greifhöhe.
    Eine gute indirekte Beleuchtung ermöglicht müheloses Lesen am Abend, Handarbeiten oder andere Hobbys. Die Lichtquellen sollten zielgerichtet und in der Stärke regulierbar eingesetzt werden.
    Außerdem sollte auf ein leicht bedienbares Heizungskontrollelement und leicht bedienbare Rollos geachtet werden. Hierbei sind elektrisch steuerbare Systeme zu empfehlen.

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  • Tipp 8: Finanzierung

    Tipp 8: Finanzierung

    Für altersgerechtes Umbauen in den eigenen 4 Wänden, egal ob Wohnung oder Haus gibt es von der KFW Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sowohl zinsgünstige Kredite als auch Investitionszuschüsse.
    Diese finanziellen Hilfen sind an technische Mindestanforderungen zum Barriere reduzierenden Umbau gebunden.
    Wichtig: Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl zu stellen.
    Der Zuschuss für die Barriere Reduzierung im bestehenden Wohnraum beträgt 10% der Maßnahme, jedoch max. 5.000 € pro Wohneinheit.
    Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Internet unter www.kfw.de/barrierereduzierung.
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  • Tipp 9: Bodenbeläge

    Tipp 9: Bodenbeläge

    Der Bodenbelag sollte in allen Räumen rutschhemmend und ohne „Stolperfallen“ gestaltet sein. Zu hohe Teppiche, Läufer und andere zusätzliche Beläge erhöhen die Sturzgefahr. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass keine Kabel lose herumliegen.
    Insbesondere im Bad ist ein rutschhemmender Belag zu empfehlen, z.B. Fliesen mit hohem Fugenanteil oder angerauter Oberfläche.
    In der gesamten Wohnung ist am Boden zu beachten, dass keine Schwellen zu überwinden sind. Diese sind zum einen Stolperfallen zum anderen kommt man mit Hilfsmitteln wie Rollator oder Rollstuhl kaum darüber hinweg. Hier können kleine Rampen helfen die Türschwellen zu überwinden.
    Sowohl der Hauseingang als auch der Ausgang zum Garten oder Balkon sollte ohne Stufen gestaltet sein. Hier sollte geprüft werden, ob eine Rampe eingebaut werden kann oder eine Liftanlage sinnvoll ist.
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  • Tipp 10: Treppenlift

    Tipp 10: Treppenlift

    Um möglichst lange in den eignen vier Wänden bleiben zu können, kann der Einbau eines Treppenlifts sehr hilfreich sein. Doch sollte man im Vorfeld einige Überlegungen anstellen.
    Klären Sie für sich, welche Art von Treppenlift Sie benötigen. Wird ein Sitz Lift oder ein Rollstuhllift benötigt? Welchen Verlauf hat die Treppe? Ist sie gerade oder sind Kurven zu überwinden? Ist die Treppe innen oder außen am Haus? Handelt es sich um Eigentum oder eine Mietwohnung?
    Die Kosten können erfahrungsgemäß zwischen 2.500 Euro und 25.000 Euro variieren, je nach Anbieter und Modelausführung.
    Abhängig von Ihrer persönlichen und gesundheitlichen Situation erhalten Sie ab Pflegegrad 1 einen Zuschuss von Ihrer Pflegekasse in Höhe von bis zu 4000 €. Leben 2 Pflegebedürftige im Haushalt, können es sogar bis zu 8000 € sein.
    Wichtig: immer vor der geplanten Umbaumaßnahme den Antrag bei der Kasse einreichen und die Entscheidung abwarten!

    Lassen Sie sich unverbindlich beraten und holen Sie mehrere Kostenvoranschläge ein. Wichtig ist es dabei auch die Kosten für den Einbau, die Wartung und die Garantie zu klären und zu vergleichen. Günstigstenfalls kommen diese Dinge aus einer Hand.

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